UND statt oder

 

Die Ergebnisse der vor ort ideenwerkstatt in Pöttsching gliedern sich in so genannte „Sowieso - Maßnahmen“ und ein Zukunftsszenario. 

Sowieso - Maßnahmen sollen in jedem Fall passieren und sind Empfehlungen ganz genereller Art. Viele sind immer wieder als Wünsche, Ideen und Anregungen aus der Bevölkerung gekommen. Viele ergeben sich aus den räumlichen Bedingungen und dem Ziel eines belebten Ortskerns. Sie sind leicht machbar, möglich und meist auch einfach notwendig.

In manchen Gemeinden ist nicht so klar, in welche Richtung ein Ort entwickelt werden soll. In dem Fall erarbeitet die vor ort ideenwerkstatt verschiedene Szenarien, für die die Bevölkerung ihre Präferenzen abgeben kann.In Pöttsching zeichnete sich durch die gemeinsame Erarbeitung von Pros und Contras zu zwei Extremszenarien bereits während des Prozesses ein weitgehender Konsens in eine Richtung ab. Dieser wurde als Zukunftsszenario ausgearbeitet. 

 

Die Essenz des Werkstattprotokolls kann hier heruntergeladen werden.

 

 

Zukunftsszenario

 

Läge der Fokus ausschließlich auf dem Meierhof, hätte das für den Charakter des Meierhofs sowie gesamten Ortskern mehr Nachteile als Vorteile. Der Meierhof steht außer Diskussion. Alleine der Denkmalschutz erfordert, dass dieses Bauwerk erhalten bleiben muss. Er bietet einzigartige Außenräume für den Sommer, deren Charakter nicht verändert werden soll.

Die darüber hinaus gehenden Bedürfnisse, können in einem kompakten Neubau auf dem Grundstück des Gemeindegasthauses besser erfüllt werden. Die Pöttschingerinnen und Pöttschinger sollten sich die Chance nicht entgehen lassen, dem Hauptplatz neue Qualitäten hinzuzufügen, indem man hier ein Gebäude errichtet, das mit ihm auf vielfältige Weise Wechselwirkungen eingeht. 

 

Neubau Saal

 

Ein neuer Saal, der zum Platz, zur Straße und zum Hof hin offen ist soll entstehen. Veranstaltungen können im Saal und gleichzeitig zum Platz hinaus statt finden. Der Saal ist in kleinere Einheiten abtrennbar. Er erfüllt die Notwendigkeiten des Musikvereins für Konzerte. Ein kleines Foyer mit Bar bietet einen Treffpunkt. Es funktioniert mit und ohne betreibende Gesellschaft. (Beispiel Höss-Halle in Hinterstoder) Diese Bar kann temporär zum Beispiel durch die Vereine und Gruppen selbst betrieben werden. Das muss kein Dauerbetrieb sein, aber temporäre, regelmäßige Nutzungen beleben den Ort. (Cocktailbar 1 mal im Monat, oder jeden Samstagvormittag Brunch, Kuchennachmtitag) Die Nebenräume sind so angelegt, dass sie die Beziehung zum Platz nicht stören.

 

Musikproberaum kann bestehen bleiben

 

Der Proberaum des Musikvereins kann bestehen bleiben. Der Kinosaal soll abgerissen werden. Die bauliche Substanz ist von sehr schlechter Qualität und ein neuer Saal kann alle Bedürfnisse erfüllen. Um eine intime Hofsituation beim neuen Saal zu erhalten, soll eine Wand (individuell bespielbar) die Hofsituation abrunden. Der Proberaum steht damit frei. Wenn dort eine Glaswand vor den Vorhang eingebaut wird, dann ist es möglich, dass sich auch die Musik zum Straßenraum hin öffnet, wenn sie möchte. (Open Air Konzert) Wenn keine Zuschauer da sind, bietet der verbleibende Raum zusätzliche Parkplätze.

Sowieso - Maßnahmen

 

 

 

Software - Pöttschingbüro

 

Um Lebendigkeit im Ortskern zu erreichen, braucht es eine hohe Aktivitätendichte. Es reicht nicht, sich ausschließlich über die „richtigen“ Räume (=“Hardware“) Gedanken zu machen. Das Pöttschingbüro ist eine zentrale Stelle, die die Organisation und Koordination von Terminen, Räumen, Themen und Kommunikation übernimmt.


Das Pöttschingbüro :

  • ist gut informiert
  • informiert gut
  • ist politisch unabhängig
  • ist transparent
  • moderiert die Kommunikation zwischen den Vereinen
  • lädt zum Austausch und zur Kommunikation ein
  • kann mit einem Bürostandort im ehemaligen Blumengeschäft den Meierhof beleben
  • teilt sich das Büro mit „kreativen Köpfen“ (Gemeinschaftsarbeitsplatz z.B. mit Freelancern)

 

 

Konkrete Aufgaben des Pöttschingbüros sind:

  • Verwaltung und Organisation eines Raum-/Terminkalenders
  • Information für alle
  • Organisation eines regelmäßigen Vereinsstammtisches, damit sich die unterschiedlichen Gruppen gut miteinander austauschen und gemeinsame Ziele und Aktivitäten formulieren können
  • Programmentwicklung gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern von unterschiedlichen Gruppen
  • Sorge dafür tragen, dass gemeinsame Aktionen gestartet werden
  • Befüllung eines digitalen und einen physischen Infopoint mit aktuellen Neuigkeiten
  • Der gemeinsame Auftritt nach Außen, damit Pöttsching seine Gastgeberqualitäten noch besser entfalten kann, erhält den Arbeitstitel „Pöttsching lädt ein“

 

Wenn wir uns gegenseitig unterstützen und Ressourcen klug teilen, dann bekommen insgesamt alle mehr.

 

Meierhof

 

  • Sanierung, um das Gebäude zu erhalten (Dachstühle, Entfeuchtung)
  • Einrichtung Pöttsching-Büro
  • „Easy Music“ kann im Heimatmuseum proben
  • Würdige Verabschiedung von Einzelobjekten (z.B.: Holzfiguren) und Schaffung eines „Offenen Raumes“

Hauptplatz

 

Für das gesamte Ensemble des Ortskerns ist der Einfluss der Gebäude auf den Hauptplatz wesentlich. Was in den Gebäuden passiert und inwiefern sie sich räumlich und bezüglich ihrer Nutzung zum Platz hin öffnen, beeinflusst das Geschehen am Platz. Es ist für den Platz nicht egal, was in einem Gebäude am Rand passiert, denn das Leben am Platz entsteht nicht aus seiner Mitte, sondern an seinen Rändern. Es ist sehr wichtig, dass die Gemeinde den Einfluss auf den Bezug der Gebäude zum Platz hin behält.

 

Verbinden  

Der Hauptplatz soll zu dem Hof dahinter verbunden werden. Immer wieder kam der Wunsch nach mehr „Grün“ am Hauptplatz. Dabei ist das „Grün“ schon da, es muss nur die Verbindung dazu geschaffen werden. Der Niveauunterschied von 1-2 Meter ist auf jeden Fall überwindbar. Daraus ergibt sich die Situation, dass es nicht nur einen Platz gibt, sondern eine Abfolge von drei Plätzen, die miteinander kommunizieren. Der geschützte, ruhige Hof mit schöner Atmosphäre, mit einem Übergang zu einem größeren, offeneren, lebendigeren Hauptplatz. Am Hauptplatz kann man den Verkehr beobachten, man sieht und wird gesehen. Der sehr intime Hof kann je nach Veranstaltung, Wochentag oder Jahreszeit sehr ruhig oder sehr belebt sein.

 

 

Sitzen und Schauen  

Um die Blickbeziehung zum Straßenraum zu verberssern, wird empfohlen das Kriegerdenkmal an einen anderen würdigen Ort zu verlegen (z.B. am Gedächtnisweg, näheres dazu Susanna Steiger-Moser) Der Wunsch nach (anderen) Sitzmöglichkeiten und einer zum Hauptplatz orientierten Gastronomie war groß. Es gibt im gastronomischen Bereich einige Lücken, die gefüllt werden könnten (Eisdiele, Café, Cocktailbar, Mittagsmenüs).

 

 

Treffpunkt  

Dinge, die zum Verweilen einladen, machen den Hauptplatz zum Treffpunkt. Die Sitzgelgenheiten können mehr als klassische Bänke sein, zum Beispiel Möbel, auf denen gelegen, geklettert, geturnt oder „geknotzt“ werden kann. Das Naturelement Wasser wurde immer wieder als ein notwendiges am Hauptplatz genannt. Der bestehende Brunnen bietet zwar eine besondere Qualität, wird aber nicht ausreichend wahrgenommen. Wenn das Wasser als Attraktion inszeniert wird, führt das zu mehr Leben am Platz. Schon jetzt sind beispielsweise die Basaltsteine von Karl Prantl nicht nur eine schön anzusehende Skulptur, sondern auch eine bei Kindern beliebte Klettermöglichkeit. Auch Wasserspiele ziehen große und kleine Kinder an und regen die Kommunikation (z.B. der Eltern) an.

 

Info und Rasten 

Die bisher projektierte Busumkehrschleife enthält auch die Installation von Informationtafeln und einem Rastplatz für Radfahrerinnen und Radfahrer östlich der Kirche. Wenn der Hauptplatz ein attraktiver Platz mit Verweilqualität wird, dann passen diese besser auf den Hauptplatz, sie bringen ihrerseits weitere Frequenz. Das „Pöttschingbüro“ kann hier aktuelle Informationen präsentieren. Auch Gäste von außerhalb nehmen Informationsangebote dort viel besser wahr, denn der Hauptplatz ist das intuitiv wahrgenommene Zentrum. Möglicherweise lässt sich ein Infopoint klug mit einer überdachten Bushaltestelle am Hauptplatz kombinieren. Die Busumkehrschleife kann ohne Infopoint und Rastplatz zwei weitere Parkplätze bieten.

 

 

 

Werkstattprotokoll

 

Das Werkstattprotokoll enthält alle relevanten Informationen zum Prozess sowie die Ergebnisse und das Ideenprotokoll.

Das Werkstattprotokoll kann hier heruntergeladen werden.

 

Die Essenz aus dem Werkstattprotokoll konzentriert sich auf die Ergebnisse und ist für eiligere Leserinnen und Leser geeignet.

Die Essenz aus dem Werkstattprotokoll kann hier heruntergeladen werden.

 

Für ein Dokument in höherer Auflösung wenden Sie sich bitte an das Marktgemeindeamt.

 

 

Abschlusspräsentation

 

Die Abschlusspräsentation wurde gefilmt und kann auf Video angesehen werden.

Die zugehörigen Präsentationsfolien können hier heruntergeladen werden.

 

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